Eine Tafel aus Kirchbänken

Neues Projekt soll Bürgerinnen und Bürger im „Rotthauser Wohnzimmer“ an einen Tisch bringen

Am 1. Juni startete das zweijährige Projekt des Evangelischen Kirchenkreises Gelsenkirchen/Wattenscheid: das „Rotthauser Wohnzimmmer“. Im ehemaligen Konfirmandenraum der Evangelischen Kirche an der Steeler Straße 48, entsteht ein Café mit Wohlfühlatmosphäre und kostenlosem Kaffee und Kuchen. Schreiner Emil Riechmann, Projektkoordinatorin Barbara Bienert und Pfarrer Rolf Neuhaus (Bild: v.l.) legten selbst Hand bei der Renovierung des “Rotthauser Wohnzimmers“ an.

Bei der gemütlichen Einrichtung des Cafés gilt: Aus Wenigem etwas Einzigartiges machen. Emil Riechmann aus Bochum übernahm diese Arbeit und  hat aus den alten Kirchbänken des Konfirmandenraums in Handarbeit eine ca. vier Meter lange Tafel gestaltet. „Wir haben einerseits eine gut funktionierende Bürgerschaft in Rotthausen, andererseits steigt aber durch die vor der Rente stehenden Babyboomer die Zahl der alleinstehenden Bezieher von Grundsicherung weiter an. Viele waren zuvor im Minijob oder lange arbeitslos,“ erläutert Projektkoordinatorin Barbara Bienert. „Wir finden Armut ist keine Schande, was fehlt ist „nur“ Geld – und das ist kein Grund, sich zu schämen.“ Der ehemalige Konfirmandenraum ist ein Ort mit Geschichte. Das macht ihn für die Gemeinde besonders und lädt dazu ein, seine Wände mit Bildern aus der Region und mit ihren Menschen zu schmücken. Das Rotthauser Wohnzimmer bietet die Chance, als Erster dieses Angebot wahrzunehmen und Bilder an die noch leeren Wände zu hängen. Die Eröffnung ist voraussichtlich Ende Juli, der genaue Termin wird noch bekannt gegeben. Alle sind willkommen – auch die, die mit einer Spende zum Wohle Anderer beitragen wollen.