Ein Symbol für Zukunft und Gemeinschaft

Klaus Koschei, Vorstand des Rotthauser Netzwerks, und Martina Rudowitz, erste Bürgermeisterin der Stadt Gelsenkirchen, weihten den Förderwagen 90886 aus dem Bergwerk Westerholt am Silvestermorgen an der Schwarzmühlenstraße, gegenüber der Jet-Tankstelle, ein.

Schwarzmühlenstraße: Förderwagen der Ruhrkohle hält die Erinnerung an Steinkohlebergbau in Rotthausen wach

Seit Silvestermorgen ziert der Förderwagen 90886 aus dem ehemaligen Bergwerk Westerholt die nördliche Grenze von Rotthausen – ein Geschenk der Ruhrkohle AG an das Rotthauser Netzwerk. Vereinsvorstand Klaus Koschei: „Dieser Förderwagen soll nicht nur Besucher aus anderen Stadtteilen begrüßen. Er erinnert zugleich an den Abschied vom Steinkohle-Bergbau und hält über den Bergbau hinaus eine Verbindung zur Bevölkerung – nicht nur in Rotthausen.“

Koschei weihte den Wagen gemeinsam mit der ersten Bürgermeisterin Martina Rudowitz ein. Martina Rudowitz: „Der Wagen ist nicht nur ein Symbol für den Steinkohlebergbau, der so stark mit der Vergangenheit Rotthausens verbunden ist“, so Rudowitz.  „Er ist ein Zeichen für Gemeinschaft. Wir bewegen uns zusammen weiter und entwickeln neue Ideen.“

Drei Meter lang, drei Tonnen schwer

GfW-Chef Wilhelm Tax spendet Gleisbett für Förderwagen – Netzwerk plant Aufstellung weiterer Wahrzeichen

Macher unter sich: Viele Gäste begleiteten Netzwerkvorstand Klaus Koschei (r.) zum anschließenden Empfang in der Gaststätte „Haus Dahlbusch“, unter anderem Wilhelm Tax, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wohnungsbau (GfW) und Gerd Rehberg, Ehrenbürger der Stadt Gelsenkirchen, Schalker Ehrenpräsident und Aufsichtsratvorsitzender der GfW.

Vom ursprünglich angedachten Standort an der Steeler Straße, Ecke Rotthauser Markt, musste der Verein aufgrund der Ausmaße des Wagens, über drei Meter Länge und fast drei Tonnen schwer, weichen. Koschei: „Wir konnten die Verkehrssicherheit nicht gewährleisten. Deshalb haben wir uns für die Schwarzmühlenstraße, gegenüber der Jet-Tankstelle, als Platz entschieden.“
Nun soll der frisch aufgestellte Förderwagen noch ein Gleisbett erhalten. „Wir freuen uns, dass auch weitere Unterstützung aus dem Stadtteil kommt.“ Wilhelm Tax, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wohnungsbau und Mitentwickler der Dahlbuschbombe, spendet den steinernen Untergrund. „So soll ein optischer Gleichklang mit dem Förderwagen entstehen, der vor der Villa Nr. 1 an der Steeler Straße steht.“

Weitere Denkmäler geplant

„Wir wollen auch bei den weiteren Eingängen von Rotthausen Wahrzeichen für den Stadtteil aufstellen“, verrät Andreas Lange, Geschäftsführer der ALS Innodat, weitere Ideen. Zusammen mit Vorstand Koschei und Netzwerkmitglied Hans-Günter Iwannek war er seit Oktober 2017 maßgeblich an der Organisation, dem Transport und der Aufbereitung des Wagens beteiligt. „Unser Quartier ist vielfältig. Das wollen wir mit weiteren Symbolen aus der örtlichen Industrie zeigen – wie Schrauben oder Glas.“