Ein Jahr aus dem Stadtteil für den Stadtteil

Die Rotthauser Post rief, und viele Freunde kamen: (von links) Georg Gerecht (Bürgerverein), Patrick Kremer, Johannes Fatum (TankStop, Autohaus), Andreas Beilein (Stadtplaner), Jürgen Kremer (Malermeister Kremer), Klaus Koschei (Rotthauser Netzwerk) und Ingrid Koppers.

Quartiersgeschichte, Wirtschaft, Neues aus der Nachbarschaft: Die Rotthauser Post feiert einjähriges Bestehen – Revival gelungen

(JP) Stadtteilgeschichte, Wirtschaft, Nachrichten von nebenan: Schon seit einem Jahr ist die Rotthauser Post der Spiegel des Stadtteils. Das wurde mit Freunden, Unterstützern und Mitwirkenden gefeiert.

Seit mittlerweile einem Jahr ist die Rotthauser Post wieder aktiv und berichtet seitdem über das Leben in Rotthausen. Gleichzeitig ist die Quartierzeitung Sprachrohr und Informationsplattform der Stadtteilinstitutionen. Das „Rotthauser Netzwerk“ und der Bürgerverein, aber auch der Präventionsrat, Vereine und Parteien nutzen das Angebot, um ihre Aktivitäten vorzustellen. Die Themenvielfalt ist enorm und wird weiter wachsen. Dafür sorgen zum Beispiel das zukünftige Gemeinschaftsbüro des Integrationscenters für Arbeit Gelsenkirchen (IAG, in dem auch die Stadt Gelsenkirchen, das Rotthauser Netzwerk und die Rotthauser Post an der Karl-Meyer-Straße ihre Zelte aufschlagen werden. Oder die Geschichten aus dem YouTube-Kanal „DahlTube“ der Hauptschule am Dahlbusch, die zukünftigen Projekte der Stadtteilentwicklung und vieles mehr. Die gelungene Zusammenarbeit wurde im Restaurant „Bei Onkel Hans“ gefeiert. Trotz Schnee und Glatteis fanden sich dort auf Einladung von Chefredakteurin Susanne Schübel viele Mitwirkende, Freunde und Unterstützer der Quartierszeitung ein. Die Herner Journalistin, die die Zeitung im Dezember 2016 nach langer Pause wieder zum Leben erweckte, blickte im Rahmen einer kurzen Präsentation auf das erste Jahr zurück.

Zahlen, Fakten, Inhalte: Was steckt hinter einem Jahr Quartierszeitung Rotthauser Post?

Jeden Monat eine neue Ausgabe, gefüllt mit Nachrichten von nebenan und vielen weiteren Inhalten und Themen. Informierend, unterhaltend, aber vor allem frisch und authentisch sollen sie sein. Die Wiederkehr der lange vermissten Rotthauser Post beginnt im Dezember 2016 auf zwölf Seiten Papier.

Was haben wir seitdem erreicht? Diese Frage stellte Susanne Schübel, Chefredakteurin der Rotthauser Post in die Runde, die sich zur Geburtstagsfeier der Zeitung zusammenfand. Die Antwort darauf fiel nicht schwer: „Bisher haben wir es geschafft, regelmäßig und termingerecht zum zweiten Dienstag des Monats eine neue Ausgabe zu liefern. Das schafft nicht jeder!“ Angefangen habe alles mit der Frage, was kommt, wenn die Lokalzeitung geht.

Die Menschen und Unternehmen vor Ort bräuchten ein Medium, das Gemeinschaft und Identität schafft und das deshalb auch ganz bewusst unterhaltsamer, anbieter- und kundenfreundlicher sowie näher am Leben der Leser sei. Deshalb sei die alte, eingestellte Rotthauser Post wieder zum Leben erweckt worden. „Begonnen haben wir die erste Ausgabe der neuen Stadtteilzeitung auf zwölf Seiten, mit einer Auflage von 11.000 Exemplaren. Wir haben jedoch schnell gemerkt, dass dieser Umfang nicht mehr ausreicht. Aktuell wollen wir die Menschen im Stadtteil auf 16 Seiten informieren und unterhalten“, so Schübel. Die Zeitung könnte auch noch einen größeren Umfang haben, es kämen beispielsweise so viele Fotos, die leider keinen Platz mehr in der Zeitung haben.

Gemeinsam viel erreicht: das Redaktionsteam Susanne Schübel (2. v. li), Sigrid Lundius-Gorges, Julian Preuß und Georg Greb mit den Gästen Petra Koschei, Cumali Agca und Andreas Lange mit seiner Partnerin Christiane Schäfer.

Ohne Partner keine Rotthauser Post

„Wir müssen uns im Klaren sein, dass so ein Projekt nicht ohne die Zusammenarbeit mit Vereinen, Gemeindevertretern und Stadtteilinstitutionen möglich ist“, sagt Susanne Schübel. Rotthausen sei in dieser Hinsicht ein Musterbeispiel und ein Glücksfall.
Der Erfolg der Stadtteilzeitung bleibt auch den Essener Nachbarn aus Schonnebeck, Stoppenberg und Katernberg nicht verborgen. „Wir hätten auch gerne so eine Zeitung“, hieß es dort. Deshalb richtet die Rotthauser Post seit Mai 2017 einen „Blick nach Schonnebeck“. In ausgewählten Geschäften liegen dort aktuelle Exemplare der Zeitung im Essener Stadtteil Schonnebeck aus. Zusammen mit der Stiftung Zollverein und dem Schonnebecker Werbeblock werden Nachrichten und Informationen aus Schonnebeck, Stoppenberg und Katernberg in die Rotthauser Post integriert.

Mittlerweile kann sich die Rotthauser Post auf einen festen Stamm von Partnerunternehmen stützen. Ihre Zufriedenheit mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis und der Anzeigenresonanz ist groß. Besonderer Beliebtheit erfreut sich das Gewinnspiel, über das Rotthauser Unternehmen ihre Dienstleistungen oder Produkte präsentieren können, verbunden mit einem Advertorial, das den Anbieter und seine Verankerung im Quartier detailliert hervorhebt.

„Ein lebens- und liebenswerter Stadtteil braucht eine funktionierende Mischung aus Handel, Gastronomie, Dienstleistung und Gewerbe“, so Klaus Koschei, Vertriebschef bei der Rotthauser Post. Die Vorzeichen sind günstig, dass es auch 2018 wieder heißen kann: Die Rotthauser Post ist da!