Ein Gewinn für den Stadtteil

8:2 für die Schalker Traditionself, aber volle Punktzahl für Rotthausen – 1600 Zuschauer bei Spiel der Traditionen

Mit 8:2 setzte sich die Traditionself des FC Schalke 04 gegen das Rotthauser Allstar Team um Trainerlegende Kostotzky durch und war damit der erwartete sportliche Sieger im Spiel der Traditionen. Gewinner des gesamten Tages aber war der Stadtteil Rotthausen. Die Zusammenarbeit der Vereine ermöglichte ein Fest für die ganze Familie mit einem sportlichen Höhepunkt, der mehr als 1600 Zuschauer zum Platz „Auf der Reihe“ lockte.

„Das hat unsere Erwartungen weit übertroffen“, so Thomas Nikutta, der den Tag zusammen mit den Rotthauser Großvereinen DJK TuS und SuS/FCA ausrichtete. Selbst Nikutta, mit reichlich Veranstaltungs-Erfahrung ausgestattet, musste nach den Aufräumarbeiten am Tag danach erst einmal kräftig durchatmen. Seine Stimme aber verriet Zufriedenheit. Auch dank der Bestätigung für ein „Super-Event“ durch einen Weltmeister.
Olaf Thon, Abteilungsleiter Traditionself beim S04, hatte vor Ort gefehlt. Er kehrte erst Sonntagnachmittag aus dem Trainingslager der Profis in Mittersill zurück und musste abends einen Termin des Schalker Golfkreises im Haus Leythe wahrnehmen. Vergeblich wartete sein Stellvertreter Martin Max – der Eurofighter war verletzt und beschränkte sich auf seine Rolle als Repräsentant – auf die erhoffte Ablösung. Thon wiederum meldete sich schon tags darauf bei Thomas Nikutta und sprach ihn gleich auf eine mögliche Wiederholung an. Er habe nur Gutes gehört, alle seien hellauf begeistert gewesen. Selbst Schalkes Altmeister kicken halt nicht häufig vor einer solchen Kulisse.
Beim „Heimspiel“ (Martin Max) boten die Königsblauen auch ohne Thon eine exquisite Mischung mit vielen Stars auf. Klaus Fischer stürmte beispielsweise wie in den Siebzigern neben Rüdiger Abramczik, Mike Büskens kombinierte wie in den Neunzigern mit Ingo Anderbrügge. Fischer war mit 67 Jahren der älteste aktive Schalker. Auf der Bank saß noch Klaus Fichtel. Der drahtige 72-Jährige trug zwar ein Trikot, dazu allerdings Jeans.

Nicht nur der Schalke-Fanclub „Die Rotthauser“, der zuvor das Altherrenturnier gewonnen hatte, sorgte dafür, dass jeder Treffer in der Emscher-Wertstoff-Arena bejubelt wurde, auch Trompeten-Willy blies nicht nur zur Attacke. Besonders laut wurde es allerdings bei den Rotthauser Toren von Stephan Rasche und Marco Kürten für die Allstars, die sich aus ehemaligen Spielern der Traditionsvereine SV Rotthausen, FC Achternberg, Spfr DJK Rotthausen und TuS Rotthausen zusammensetzten.

„Gemeinsam sind wir stark“ lautete nicht nur das Motto der aktiven Kicker, sondern auch das der vielen Freiwilligen aus den beiden verbliebenen Rotthauser Fußballvereinen DJK TuS und SSV/FCA. Die Zusammenarbeit führte zu einem regelrechten Stadtteilfest. Schon im Laufe des Tages fanden sich rund 500 Besucher Auf der Reihe ein. Schließlich wurde Unterhaltungsprogramm auf einer Bühne geboten, gab es Fußballturniere, lockten Verkaufsstände und Hüpfburg. Jung und Alt fühlten sich gleichermaßen wohl. „Das war eine richtig gute Koordination der Großvereine. Wir rücken dadurch zusammen“, waren sich Holger Wilbrandt (Geschäftsführer SSV/FCA) und Thorsten Bauer (Fußball-Abteilungsleiter DJK TuS) einig. Auch die Frage nach einer möglichen Fusion der Clubs beantworteten Bauer und Wilbrandt einheitlich: „Das wäre sinnvoll.“ Vom großen Zuspruch am Tag des Traditionsspiels im Rahmen eines Stadtteilfestes profitieren zunächst einmal die Jugendabteilungen beider Vereine. Den Zusammenhalt des Stadtteils demonstrieren die Clubs, indem sie einen Teil des Gewinns der APD-WG „Leben in Rotthausen“ zugute kommen lassen. Ein Tag mit vielen Gewinnern.