Digitales Lernen bereichert Ausbildung

LIKA 4.0 erweitert das Konzept des „Lernens im Kundenauftrag“

(JP) Politik und Wirtschaft beklagen sich über Fachkräftemangel, vor allem im Bereich des Handwerks. Vielfältige Initiativen sollen auch in Rotthausen dem Mangel an handwerlichen Arbeitskräften vorbeugen. Das Fachgeschäft Elektro Gerhardt an der Achternbergstraße 10  ist „mit seiner Expertise im Elektrohandwerk Entwicklungs- und Erprobungspartner für die Region“.

Oliver Wittke (CDU), parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, traf sich mit Geschäftsführer Christian Gerhardt im Rahmen einer Betriebsführung. „Ich bin begeistert von dem Vorhaben, die Ausbildung im Handwerk wieder attraktiver zu machen und so junge Leute für diese Berufe zu begeistern und somit dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken“, sagte der ehemalige Gelsenkirchener Oberbürgermeister.
Denn auch Rotthausen ist – wie ganz Gelsenkirchen und das Ruhrgebiet – stark von dieser Problematik betroffen.

Große und kleine Handwerksbetreibe kommen gegenwärtig nicht mehr um eine digitalisierte Arbeitsweise herum. Gleichzeitig biete die Digitalisierung aber auch die Möglichkeit, Arbeitsprozesse und deren Organisation zu optimieren. „Das fängt bei uns schon im Kleinen an“, meinte Christian Gerhardt. „In der Werkstatt finden die Angestellten die Auftragsinformationen und den Tagesplan nicht mehr in Papierform an der Wand, sondern an einem Bildschirm, auf dem dann auf Mausklick auch mehr Informationen über Aufträge und Kunden einsehbar sind.  Die Auszubildenden sehen dort auch, mit welchem Mitarbeiter sie zu den Kunden rausfahren.“

Von den Azubis werden also nicht nur die handwerklichen Fähigkeiten gefordert. „Medienkompetenz ist gegenwärtig nicht mehr wegzudenken“, so Gerhardt. Deshalb ist Elektro Gerhardt Vorreiter im Bereich Gelsenkirchen, wenn es um die Erprobung des darauf bezogenen, neuen Aus- und Weiterbildungskonzeptes „LIKA 4.0 – digital gestütztes, kooperatives Lernen im Kundenauftrag“ geht. „Das schafft die Grundlage für ein modernes und digitales Handwerk in Deutschland“, so Gerhardt.