Containerbrand in eiskalter Nacht

Hilfe, es brennt! Ende Januar wurde auf dem Ernst-Käsemann-Platz schon wieder ein Container angezündet. Die Anwohner fragen sich: Wann hört das endlich auf?

Ungebetene „Besucher“ gönnen selbst bei Minustemperaturen Anwohnern des Bolzplatzes keine Ruhe. Bürger fragen sich: Werden neue Bänke und Umbauten wirklich Abhilfe schaffen?

Weil sich immer mehr Anwohner in den Sitzungen des Rotthauser Netzwerks  beschwerten, machte die Rotthauser Post in ihrer ersten Ausgabe Anfang Dezember 2016 die Situation auf dem Ernst-Käsemann-Platz und dem Bolzplatz neben der Kita Rotthauser Markt zum Thema. Lärmbelästigung, Zerstörung und Verschmutzung sorgten bei den den Rotthauserinnen und Rotthausern für großen Ärger. Das Problem griff das Rotthauser Netzwerk im Gespräch mit Bezirksbürgermeister Thomas Fath auf. Der Lokalpolitiker trug den Sachverhalt der Bezirksvertretung Gelsenkirchen-Süd vor.

Diese bat die Verwaltung – wie aus der Mitteilungsvorlage der Stadt vom 12. Januar hervorgeht - zu prüfen, ob die vorhandenen zwei Bänke und Abfallbehälter unter die beiden Baumreihen rechts und links des Platzes verlagert werden können. Darüber hinaus solle geprüft werden, ob die beiden Bänke um zwei weitere Sitzgelegenheiten plus Abfallbehälter ergänzt werden könnten, so dass in jeder Baumreihe zwei Bänke für die Rotthauser Bürgerinnen und Bürger bereitstehen würden. Die Stadtverwaltung prüfte die Sachlage und stimmte dem Vorschlag zu. „Gelsendienste“ wird die Maßnahme zeitnah umsetzen.

Auch für das vorgelagerte Gelände am Bolzplatz wird es Änderungen geben:

Die Tischtennisplatte wird demontiert und auf dem Gelände einer Schule, wo ein Ersatz erforderlich ist, wieder aufgestellt. Die Umrandung des Vorplatzes aus Holzpfählen wird ebenfalls demontiert. Diese beiden Maßnahmen am Bolzplatz sind notwendig, diente die Tischtennisplatte doch bisher nur als Ablage von Getränken, als Sitzgelegenheit  und als Feuer-Unterlage, was schon einen Einsatz der Feuerwehr notwendig machte. Die Holzpfähle wurden teilweise ebenfalls verbrannt, zerstört oder ganz herausgerissen.

Erst kürzlich, in der Nacht vom 22. auf den 23. Januar, wurde ein großer Müllcontainer der benachbarten Häuser in Brand gesetzt. Feuerwehr und Polizei kamen erneut zum Einsatz. Selbst in jener eiskalten Nacht wurde der Treffpunkt Bolzplatz von „Besuchern“ genutzt, um Unheil zu stiften.
Es bleibt zu hoffen, dass sich beide Orte durch die Baumaßnahmen von „Gelsendienste“ positiv verändern werden und nicht mehr so viel Anlass zu Beschwerden bieten. Ob dieser Wunsch sich erfüllt, hängt natürlich ganz speziell von den „Besuchern“ dieser Orte ab.