Besser wird es nur gemeinsam

Rotthausens „rasender Reporter“ Hans-Günter („Günni“) Iwannek feierte seinen 70. Geburtstag

Jahreshauptversammlung des MGV Sänger-bund Rotthausen, Spendenübergabe der Kolpingfamilie nach dem „Kunst- und Krammarkt“ und Grundschulknirpse, wilde Graffiti an der Mechtenbergschule mit „StreetArt“ überpinseln: Es gibt nichts im Quartier, was Günter Iwannek nicht interessiert. Als „rasender Reporter“ der Rotthauser Post ist „Günni“ allgegenwärtig, unüberhörbar und unerschrocken. Am 17. Januar 2019 feierte das „Urgestein“ im Kreise seiner Familie seinen 70. Geburtstag.

Wenn es um Rotthausen geht, ist „Günni“ meistens nicht weit. Dabei wurde er gar nicht in Rotthausen geboren, sondern 1949 im schleswig-holsteinischen Haseldorf, nur 40 Kilometer von Hamburg entfernt. 1952 kam er nach Gelsenkirchen, besuchte die Volksschule, die Handelsschule, wurde Industriekaufmann, Finanzbuchhalter und schließlich Personalleiter. Seit 1989 lebt er – wie er betont – in „wilder Ehe“ mit Ingrid Koppers, erst in der Neustadt, heute in Rotthausen.

Seit 10 Jahren im Unruhestand

2009 ging Hans-Günter Iwannek in Rente, und damit fing der Unruhestand erst an. Wer wissen möchte, was Ehrenamt heißt, sollte bei „Günni“ nachfragen: Er engagierte sich in der Bergbausammlung Rotthausen, als Mentor, Leselernhelfer und Redakteur des Seniorenmagazins „GE-nior“. Die SPD lernte „Günni“ im Ortsverein, aber auch in der AG 60plus kennen. In der evangelischen Kirchengemeinde Rotthausen bietet er ebenso seine Unterstützung an wie im Präventionsrat oder als Mitgründer des Vereins „Rotthauser Netzwerk“. Unverzichtbar geworden ist der Wahl-Rotthauser jedoch als Redaktionsmitglied der Rotthauser Post, die er 2016 nach Jahren der Pause wieder mit aus der Taufe hob. Was er schreibt und fotografiert, ist seitdem  in jeder Ausgabe zu sehen.

„Günni“ braucht keine Themen, er sucht sie sich selbst, bietet sie an, setzt sie um.
Inhalte sind ihm wichtig, Menschen, Gemeinschaften. Dabei ist „Günni“ bereit, für seine Sache zu streiten. Da kann es auch mal lauter und unverblümt werden, doch kein Zwist vergeht ohne ein versöhnliches Ende. Die Rotthauser Post von heute, aber auch das Rotthausen von heute – ohne „Günni“ sind sie fast undenkbar.

Rotthausen ist meine Heimat geworden

70 Jahre und kein bisschen leise: Günter („Günni“) Iwannek.

Doch was sagt der Jubilar selbst über seine Heimat, das kleine, unbeugsame Dorf, das oft so anders tickt als der Rest von Gelsenkirchen. Auch dazu hat sich „Günni“ längst Gedanken gemacht: „Rotthausen ist, nach Aufenthalten in GE-Bulmke und GE-Neustadt, meine Heimat geworden. In dem Stadtteil, mit all seinen Vor- und Nachteilen, vor allem Vorteilen, fühle ich mich wohl. Ich möchte solange wie möglich und vor allem sicher hier leben.  Aus diesen Gründen versuche ich mit anderen Mitstreitern und Aktiven im Stadtteil die Strukturen, die Möglichkeiten zu optimieren. Ich möchte an Sicherheit und Sauberkeit mitarbeiten, um die Lebensqualität der Bewohner möglichst zu verbessern. Meiner Meinung kann man das nur, wenn möglichst viele an einem Strang ziehen. Meine vielfältigen Kontakte zeigen immer wieder, wie Gemeinsamkeiten zum Erfolg führen.“

Recht hast du, Günni, nur zusammen sind wir stark. Die Rotthauser Post gratuliert nachträglich ganz herzlich zum Geburtstag. Lass‘ uns noch lange demokratisch streiten und schreiben für das, woran wir glauben. Ob mit Zipperlein oder ohne: 70 Jahre sind doch kein Alter, – auf das, was kommt!
SUSANNE SCHÜBEL