APD schiebt „JobRad“ an

Finanzamt fördert Fahrradkauf: Pflegedienst unterstützt Mitarbeitende bei steuerbegünstigten Umstieg auf Drahtesel – Mit Leasing bis zu 40 Prozent vom Kaufpreis sparen

Fahrradfrühling bei der APD: Als Claudius Hasenau, Geschäftsführer der APD Ambulante Pflegedienste Gelsenkirchen GmbH, erfuhr, dass die obersten Finanzbehörden ab sofort sämtliche Formen der Dienstrad-Überlassung steuerlich fördern werden, freute er sich über den Rückenwind aus Berlin.

„Glück muss man haben“, schmunzelt der APD-Chef, der sich mit seinem privaten ambulanten Pflegedienst erst vor wenigen Wochen der bundesweiten Initiative „JobRad“ angeschlossen hat. Sie verwandelt hochwertige Fahrräder und E-Bikes über ein pfiffiges Leasing-Modell in steuergünstige „Dienstfahrräder“ – und das lohnt sich für die Radler jetzt noch mehr! Das „JobRad“-System ist eine runde Sache: Die APD least das Fahrrad, die Mitarbeiter fahren es – zur Arbeit, in der Freizeit, beim Sport. Die monatlichen Raten werden vom Gehalt abgezogen. Früher wurde ein Prozent vom Kaufpreis dafür zugrunde gelegt, ab sofort ist es nur noch ein halbes Prozent. Hier ein Rechenbeisiel: Der ursprüngliche Kaufpreis von 3.400 Euro wird auf 1.700 Euro halbiert, davon 1 Prozent entspricht einer Summe von 17 Euro, die vom Gehalt abgezogen wird. Leasingfähig ist nicht nur das Fahrrad, sondern auch das gewünschte Zubehör. Dank dieser steuerlichen Neuregelung können die Radfahrer jetzt bis zu 40 Prozent vom herkömmlichen Kaufpreis einsparen. Kein Wunder, dass bereits 1.000 Unternehmen in Deutschland aufs „JobRad“ aufgesprungen sind.
Die ersten Sonnenstrahlen des Frühlings lassen momentan bei der APD das Interesse an der „JobRad“-Initiative deutlich sprießen. Damit jeder den passenden Untersatz findet, hat der Pflegedienst eine Kooperation mit dem Gelsenkirchener Fahrradhändler Meinhövel geschlossen. Die APD übernimmt über die Lohnbuchhaltung die Abwicklung der Zahlungen. Darüberhinaus zahlt der Pflegedienst nicht nur die Inspektion und die Versicherung des wertvollen Drahtesels, sondern legt zur Sicherheit noch einen 60-Euro-Gutschein für einen Fahrradhelm dazu. Für den APD-Chef Claudius Hasenau ist das „JobRad“-Angebot ein weiterer Baustein der betrieblichen Gesundheitsförderung: „Radfahren ist gut für den Körper, den Geist, die Umwelt und die Gesellschaft. Radfahren heißt, Verantwortung zu übernehmen – für sich selbst und für unsere Umwelt.“ Die ersten geleasten Fahrräder sind für den Privatgebrauch gedacht, schon bald sollen Pflegekräfte bei geeigneter Witterung auf zwei Rädern ihre Touren absolvieren. Nina Tepper, Mitarbeiterin in der APD-Verwaltung, wertet das Projekt im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit für ihr berufsbegleitendes Studiums aus.