ANWOHNER BEKLAGEN SICH ÜBER LÄRMBELÄSTIGUNG UND ZERSTÖRUNG

Im Fokus der Kritik: Bolzplatz neben Kita Rotthauser Markt und Ernst-Käsemann-Platz - Bezirksbürgermeister informiert

Dicke Luft am Rotthauser Markt und auf dem Ernst-Käsemann-Platz: Immer mehr Anwohner beklagen sich über Vandalismus und Lärmbelästigungen rund um die Uhr. Der Präventionsrat hat sich der Sache angenommen und Bezirksbürgermeister Thomas Fath eingeschaltet.

Verärgert sind insbesondere die Nachbarn gegenüber der Kita Rotthauser Markt. Dort befindet sich ein eingezäunter Bolzplatz mit vorgelagerter Tischtennisplatte für Kinder bis 14. Dieser Ort werde seit Jahren von Jugend- und Erwachsenengruppen als Treffpunkt genutzt, so die Anwohner. Dabei bleibe es nicht beim Fußballspielen, Musikhören und Gesprächen, auch „Tütchen“ würden ausgetauscht. Diese Zusammenkünfte, so die Beschwerden, fänden zudem nicht nur tagsüber, sondern auch abends und nachts statt. Dabei gehe es nicht ruhig zu, sondern lautstark, zum Beispiel beim Fußballspielen mit lautem Schreien oder Schüssen gegen die Umzäunung, bei Treffen an der Tischtennisplatte mit lautstarkem Unterhalten und Musik. Auf der Tischtennisplatte wurde sogar ein Feuer entfacht, so dass die Feuerwehr anrücken musste. Unzählige Male bereits hätten die Bewohner der Häuser Karl-Meyer-Str. 66, 64, 62 und 60 (Seniorenwohnungen) die Polizei gerufen.

Erste Begehung mit Gelsendienste

Nicht viel besser sieht es auf dem Ernst-Käsemann-Platz aus. Besonders am Abend werde hier lautstark Fußball gespielt. Regelmäßig rufen die Nachbarn die Polizei, weil der Lärm auf den Bänken vor dem Hochbeet an der Karl-Meyer-Straße nicht mehr zu ertragen ist. Diese Beschwerden wurden auf der Sitzung des Präventionsrates Ende September unter Beteiligung der Polizei und des Kommunalen Ordnungsdienstes ausführlich besprochen. Inzwischen wurde die Politik eingeschaltet. Bezirksbürgermeister Thomas Fath nahm sich der Sache an und führte Mitte November zusammen mit einem Mitarbeiter von Gelsendienste eine Begehung durch. Dabei wurde diskutiert, die heikle Situation durch folgende Maßnahmen zu entschärfen: Die Tischtennisplatte soll demontiert werden, weil sie an einer Schule gebraucht wird. Außerdem wird Gelsendienste die Pfähle, die als Sitzgelegenheit genutzt werden, voraussichtlich entfernen. Zudem soll die Zahl der Bänke auf dem Ernst- Käsemann-Platz erhöht und ihre Aufstellung verändert werden, um die Aufenthaltsorte stärker voneinander zu trennen. Eine entsprechende Anfrage wird Thomas Fath Anfang Januar durch die Bezirksvertretung Gelsenkirchen- Süd an die Verwaltung richten. Er wies darauf hin, dass rücksichtslose Ruhestörungen immer wieder – und nicht nur an den genannten Orten – vorkommen. Thomas Fath: „Positive Veränderungen sind leider nicht von heute auf morgen zu erreichen.“