Ampelmännchen tragen jetzt Grubenlampe

Rotthausen übernimmt Vorreiterrolle bei Umrüstung von Ampelanlagen in Bergbauquartieren

Ausgestattet mit Helm und Grubenlampe führt diese Ampel die Rotthauser Bürgerinnen und Bürger nicht nur sicher über die Straße. Sie erinnert zudem an die Bergbauvergangenheit des Stadtteils.

(JP) Mit Helm und Grubenlampe in der Hand zeigen seit Mitte März zwei besondere Ampelmännchen den Fußgängern im Quartier an, ob sie die Straße überqueren können. Die Stadt Gelsenkirchen schaffte damit eine spezielle Hommage an den beendeten Steinkohleabbau.

Das rote und das grüne Bergmännchen regeln den Verkehr am Fußgängerüberweg an der Kreuzung Schonnebecker Straße, Hilgenboomstraße und Karl-Meyer-Straße. Damit ist sie im Stadtgebiet versuchsweise die erste Ampel ihrer Art. Neu ist diese Hommage an das Ende des Steinkohleabbaus aber nicht. Die Stadt Duisburg montierte bereits im vergangenen Jahr erste Ampeln mit Bergmännchen. Karlheinz Rabas, Leiter der Bergbausammlung Rotthausen, schlug Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski deshalb im Oktober 2018 vor, ebenfalls diese speziellen Erinnerungen zu installieren.

„Ich meinte, dass man bei der nächsten Sanierung Ampeln umrüsten könnte, die sich in der Nähe von ehemaligen Schachtanlagen der Zeche Dahlbusch befinden“, erklärt Rabas seine Idee.

Aussehen und Größe sind gesetzlich festgelegt

Die Stadt Gelsenkirchen plant, weitere Ampeln umzurüsten. In den Stadtbezirken Nord, Ost, West, Mitte und Süd soll zukünftig je eine Ampel an die 155-jährige Geschichte des Steinkohlbergbaus erinnern. „Dafür musste allerdings das Verkehrsministerium des Landes NRW zustimmen“, weiß Rabas und ergänzt: „Das Aussehen und die Größe von Ampelmännchen sind gesetzlich festgelegt.“