Alte Bergbaufotografien und ihre Entstehung

Umfangreicher Katalog dokumentiert historische Ausstellung der Bergbausammlung Rotthausen

Wer sie nicht gesehen hat, hat etwas verpasst: Vom 22. April bis 9. Mai 2017 zeigte die Bergbausammlung Rotthausen in ihren Räumen an der Belforter Straße die Ausstellung „Alte Bergbaufotografien und ihre Entstehung“.

Ermöglicht wurde die historische Schau durch Mittel des Quartiersfonds zur Verbesserung der Stadtteilkultur. Als Basis der Ausstellung diente eine bereits vorhandene Sammlung von Fotoapparaten und alter Glasnegative mit Bergbaumotiven.
Nicht die Ausstellung selbst, sondern die Erstellung des Ausstellungskatalogs machte die meiste Arbeit. Es galt, Fotos der Ausstellungsobjekte anzufertigen und die Daten der Kameras zu ermitteln. Dazu war beinahe detektivischer Spürsinn erforderlich. „Bei den Kameras deutscher Hersteller oder Kameras, die in Deutschland verkauft wurden, war das kein allzu großes Problem“, erklärte Karlheinz Rabas, Leiter der Bergbausammlung, bei der gut besuchten Eröffnung. Bei Kameras zum Beispiel aus Russland ließen sich die Hersteller über lange Zeit nicht feststellen. Insgesamt wurden 48 Kameras ausgestellt, dazu mehr als 50 Zubehörteile vom Balgengerät bis zu Objektiven, Filtern, Vorsatzlinsen, Blitzgeräten, Belichtungsmessern und Filmmaterial. Zu sehen gab es verschiedene Glasnegative sowie Muster der unterschiedlichen Filmformate. Acht Tafeln mit Ergebnissen und mit Fotos einzelner Anlagen der Zeche Dahlbusch rundeten die  Ausstellung ab. Bei der Vernissage bedankte sich Karlheinz Rabas für die große Unterstützung im Vorfeld der Schau: „Ohne tatkräftige Hilfe wäre die Arbeit nicht zu schaffen gewesen. Mein Dank gilt den Mitstreitern im Stadtteilarchiv, der Historischen Sammlung des Heimatbundes und der Bergbausammlung.“ Besonders bedankte sich Rabas bei Peter Kunkel für die Unterstützung bei Konzept und Aufbau der Ausstellung und Hans-Joachim Koenen für das Layout des Katalogs.