Alles neu! Altenheim wird zum Seniorenhaus

Rosa Zukunft für Schonnebecker Straße: Nur Einzelzimmer und eine Wohngruppe für junge Pflegebedürftige

neue Logo des Senioren- und Pflegeheims in der Schonnebecker Straße 108, das seit Juli des Jahres SeniorenHaus heißt. Die vollstationäre Einrichtung wird aufwändig energetisch saniert und auch innen für die Zukunft fitgemacht.
1982 öffnete das Senioren- und Pflegeheim an der Schonnebecker Straße seine Tore. Momentan haben die Handwerker dort das Sagen. Nach Abschluss der Renovierung wird es im SeniorenHaus nur noch Einzelzimmer geben. Neu ist auch die Einrichtung einer Wohngruppe für sechs junge Pflegebedürftige. Anfang 2020 soll der Umbau vollendet sein. Der Weg bis dahin ist für die Bewohner auch mit erheblichen Unannehmlichkeiten verbunden, die bei Angehörigen bereits zu Unmut geführt haben. Die beauftragten Firmen halten deshalb eine feste Mittagsruhe ein. In der zweiten Phase ist auch ein zeitweiser Umzug in andere Bereiche vorgesehen.

Seniorenhaus wird fit für die Zukunft
Den Wandel gestalten: Schonnebecker Straße erweitert Angebot um Wohngruppe für junge Pflegebedürftige

Wegen der energetischen Sanierung ist das Seniorenheim an der Schonnebecker Straße derzeit nahezu vollkommen mit Gerüsten versehen. Dabei werden Fassade, Dach, Fenstern und Heizungsanlage erneuert.

Die zweite Maßnahme betrifft den Innenausbau. An dessen Ende wird es nur noch Einzelzimmer geben, 124 an der Zahl. Derzeit sind 106 Einzel- und 16 Doppelzimmer im Haus bewohnt. Michael Graw spricht von einer „Riesenmaßnahme mit hohem Aufwand“. Der Betriebsleiter rechnet Anfang 2020 mit dem Abschluss der Maßnahme.

Wohngruppe „Junge Pflege“ wird eingerichtet

Zumal es noch eine Neuerung geben wird. Es wird eine Wohngruppe „Junge Pflege“ eingerichtet. Der Versuch soll mit einer kleinen Gruppe von sechs Personen gestartet werden. Es handelt sich dabei um junge Menschen ohne angeborene Behinderung, die durch Krankheit oder Unfall in Pflegesituation geraten sind. Diese bedürften, so Graw, einer speziellen Betreuung, getrennt von den alten Bewohnern. Einerseits gibt es aktuell immer mehr junge Pflegebedürftige, andererseits sind die im Heim lebenden Senioren im Laufe der Jahre aufgrund der längeren häuslichen Pflege immer älter und pflegebedürftiger geworden.
„Sie haben ein ganz anderes Freizeitverhalten als die Senioren“, sagt Graw. Das betrifft den Musikgeschmack ebenso wie die Essgewohnheiten, letztlich den gesamten Tagesrhythmus. Für diese Gruppe wird entsprechendes Personal im Einsatz sein. Ob neues Personal eingestellt oder das vorhandene durch Weiterbildung geschult wird, sei laut Graw noch nicht entschieden. Wie überhaupt sei der Personalstand ständig im Wandel. Schließlich läuft die Finanzierung vornehmlich über die Pflegekassen und den Landschaftsverband, der seine Ausgaben abhängig macht vom Pflegegrad. Und dieser ändert sich mit jedem Weggang und Zuzug. Die Betreiber müssen somit flexibel bleiben, haben daher „teils sogar einen Überhang an Personal“, so Graw. Die Bewohner haben sich mehrheitlich mit der Situation arrangiert, die in der zurückliegenden Hitzephase selbstverständlich noch unkomfortabler war, zumal nicht alle Zimmer über Rollläden verfügen.