Ab 2018 schön wohnen – wenig bezahlen

Ab 2018 schön wohnen - wenig bezahlen

Alt und Jung unter einem Dach: An der Steeler Straße Ecke Schemannstraße und an der Schonnebecker Straße baut die Gelsenkirchener Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft (ggw) insgesamt 64 generationengerechte Wohnungen und eine neue Kita für 50 Kinder.

Rollstuhlgerechte Wohnungen, Laubengänge, Holzpellets-Heizung und eigene Parkplätze - Rotthausen rüstet sich dank der ggw für altersgerechtes Wohnen im demografischen Wandel. Bisher war die Wohnungsgesellschaft, die in Gelsenkirchen insgesamt 4.781 Wohnungen besitzt, im Süden mit eigenem Bestand eher schwach vertreten. Mit den beiden Neubauprojekten in Rotthausen ändert sich das nun.

Im Herzen von Rotthausen
Inklusive Betriebs- und Heizkosten werden die Wohnungen zwischen 300 Euro und 600 Euro Miete kosten. Die Stromkosten sind individuell zu zahlen. „Wir bauen unter dem Motto ,Schön wohnen - wenig bezahlen“, so ggw-Prokurist Stefan Eismann bei einer Informationsveranstaltung in Rotthausen.

Alles gut erreichbar
Die Wohnungen liegen mitten in Rotthausen, beide Bauten profitieren von der verkehrsgünstigen Lage. Die karl-Meyer-Straße und zentrale Einkaufsmöglichkeiten sind fußläufig gut erreichbar.

GGW findet Einstieg in den Süden

Abriss schafft Platz für Zukunft: Neue ggw-Wohnprojekte in Rotthausen bieten Komfort und Barrierefreiheit, die nicht nur ältere Menschen wünschen - Wohnberechtigungsschein erforderlich - Kita-Sorgen ernst genommen

„Wir finden, dass der Einstieg in den Gelsenkirchener Süden mit Rotthausen gut gewählt ist“, erklärten Stefan Eismann, Prokurist der Gelsenkirchener Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft (ggw) und Bauleiter Arne Brämsig bei einem Infoabend zu zwei aktuellen Bauprojekten in der Hauptschule am Dahlbusch.

Sowohl an der Steeler Straße Ecke Schemannstraße und an der Schonnebecker Straße hat sich die Stadttochter zum Abriss von Altgebäuden entschieden. Stefan Eismann: „Nur ein Neubau gewährt die Barrierefreiheit, die ältere Menschen brauchen.“ Für den Neubau an der Steeler Straße sind insgesamnt 1.660 qm Wohnfläche geplant.  Für 30 barrierefreie Wohneinheiten zwischen 47 qm und 67 qm für Ein- und Zwei-Personenhaushalte steht ein Budget von 5,9 Millionen Euro zur Verfügung. Komplettiert wird hier das Angebot durch vier rollstuhlgerechte Wohnungen. Die Wohnungen werden über Laubengänge erschlossen, die Wohnräume liegen an der ruhigeren Innenseite des Gebäudes. Funktionsräume wie Küche und Bad sind der Straße zugewandt. Entworfen wurde das Gebäude von dem Architekturbüro Meier-Ebbers aus Oberhausen. Im März 2018, so schätzt die ggw, werden an der Steeler Straße die ersten Möbelwagen vorfahren.

Bis Ende 2018 soll auch das Wohnhaus an der Schonnebecker Straße fertiggestellt sein. Hier haben die Architekten von Meier-Ebbers 34 altersgerechte Wohnungen entworfen, die sich ebenfalls in guter Lage zu öffentlichen Verkehrsmitteln und Einkaufsmöglichkeiten befinden. Baubeginn soll im Sommer 2017 sein, der genaue Mietzins wird noch ermittelt. Nicht nur Menschen in den besten Jahren, auch Kinder sollen sich an der Schonnebecker Straße wohlfühlen. Teil des Neubaus an der Steeler Straße ist eine zweigruppige Kindertageseinrichtung, die im April 2018 an die städtische Gekita übergeben werden soll. Auf einer Innenfläche von 376 qm und einem Außengelände von 400 qm werden hier 50 Mädchen und Jungen Platz finden. Schnittpunkte zu den Mietern wird es nicht geben, beide Bereiche nutzen unterschiedliche Eingänge. Auf Einwände der Rotthauser zur ersten Planung hat die ggf bereits reagiert. Um die Kleinen vor dem Verkehr auf der Steeler Straße zu schützen, wurde der Eingang der Kita auf die Rückseite verlegt. Gegen Parkdruck und Fahrbehinderungen sollen flexible Öffnungszeiten helfen. Bei der Versammlung äußerten einige Zuhörer ihre Sorge über eine mögliche Schmutz- und Feinstaubbelastung des Grundstückes, das sich auf dem Gelände eines ehemaligen Gaswerkes befindet. ggw-Chef Stefan Eismann versicherte, dass der Boden geprüft sei und die Befunde unterhalb der Grenzwerte liegen. Bauleiter Arne Brämsig: „Der Baugrund selbst wird nicht genutzt, um Spielfläche für die Kita zu modellieren.“
An der Informationsveranstaltung nahmen auch die Erste Bürgermeisterin Martina Rudowitz und Michael Thomas Fath, Bezirksbürgermeister, teil. Beide zeigten sich mit der Debatte wohlvertraut. Michael Thomas Fath: „Rotthausen freut sich über neue Kitaplätze. Viele kritische Hinweise zum Bau wurden von der ggw aufgegriffen und verbessert. Was aber Feinstaub und Schmutz angeht, lässt sich nur schwer etwas ändern. Diese Probleme stellen sich leider an allen verkehrsreichen Ecken in unserer Stadt.“
Für den Bezug der Wohnungen ist ein Wohnberechtigungsschein erforderlich. Interessenten können sich ab sofort melden:
Jennifer Kiersztyn, Telefon 0209 - 706 1070, E-Mail kiersztyn@g-g-w.de