1500 Babys in Kobanê – ein Zeichen der Hoffnung

„Medizin für Rojava“: Mit-Initiator Dr. Willi Mast übergab zweiten medizinischen Hilfstransport an Kurdischen Roten Halbmond im Kriegsgebiet

Angesichts des Kriegs und Terrors in Syrien klingt es fast wie ein Wunder: Vor wenigen Tagen übergab die Aktion „Medizin für Rojava“ einen zweiten medizinischen Hilfstransport an den Kurdischen Roten Halbmond in Westkurdistan. Darüberhinaus konnte die Initiative, die von dem Rotthauser Allgemeinmediziner und Bezirkspolitiker Dr. Willi Mast mitgegründet wurde, 40.000 Euro Spenden für dringend nötige Medikamente überweisen, weitere 20.000 € werden folgen.

Partner in Nordsyrien übersendeten dem Rotthauser aktuelle Fotos vom Gesundheitszentrum Kobanê, das von mehr als 170 freiwilligen Aufbauhelfern, auch aus Gelsenkirchen, zusammen mit einheimischen Bauarbeitern errichtet und durch die Initiative „Medizin für Rojava“ medizinisch als Geburtsklinik ausgestattet wurde. Seit der Eröffnung 2016 kamen dort über 1500 Babys zur Welt!

Fluchtursachen bekämpfen

Kobanê liegt in Westkurdistan (Rojava), wo die Bevölkerung ein neues Gemeinwesen aufbaut, das Vorbild sein soll für den gesamten Nahen Osten. „Gleichberechtigung der Volksgruppen, Demokratie, Religionsfreiheit, gleiche Rechte für Männer und Frauen – das alles hat uns sehr beeindruckt“, berichten Renate und Willi Mast von ihren Erlebnissen vor Ort. „Tausende von Menschen sind in die von IS-Terroristen fast vollständig zerstörte Stadt zurückgekehrt. Das ist für uns ein ganz praktischer Beitrag, Fluchtursachen zu bekämpfen.“ Zusammen mit seiner Frau Renate hatte der Mediziner auch den ersten Transport nach Kobanê selbst begleitet.

Unterstützung durch Rotthauser Firmen

Dass auch der zweite Hilfstransport trotz einer Blockade durch die türkische Regierung gut angekommen ist, gehe auch auf die gute Zusammenarbeit mit katholischen Hilfswerken zurück, so Mast. Hervorzuheben sei zudem die Unterstützung durch Rotthauser Unternehmen wie UNICBLUE. Die Firma stellte kostenlos Lagerflächen zur Verfügung, damit die wertvollen Gerätespenden aus vielen Teilen Deutschlands sicher gelagert werden konnten.